09.01.2019 Warum Kampfsport keine Selbstverteidigung ist … aber trotzdem Parallelen existieren.

"Hmmm" wo fangen wir an?...

...vielleicht mal bei den grundsätzlichen Unterschieden. Im Kampfsport, selbst in gemischten Kampfkünsten, wie z.B. beim MMA gibt es Regeln.
Der Einsatz von bestimmten Techniken, Angriffen oder gar das verwenden von Waffen ist verboten.
Unsportliches, hinterhältiges oder gar lebensbedrohendes Verhalten ist verboten.

Für die Einhaltung dieser Regeln gibt es einen Ringrichter, der genau darauf bedacht ist, frühzeitig falsches Verhalten abzustellen.
Er schreitet ein und beendet möglichweise sogar den Kampf, bevor jemand übermäßig zu Schaden kommt.

Der Platz, an dem der Kampf stattfindet, unterliegt auch bestimmten Vorgaben d.h. die Größe des Rings oder der Kampffläche ist reglementiert und wird auch durch den Ringrichter überwacht.

Hinzu kommt, dass in keiner, mir Bekannten Kampfsportart, mehr als 2 Leute gleichzeitig in einen Kampf verwickelt sind.
Und nein Wresling und diese russischen „5 gegen 5 Hooliganfights mit Handschuhen“ sind keine klassischen Kampfsportarten!

Das ganze wird abgerundet durch Gewichtsklassen, Geschlechtertrennung und die Einteilung in Kämpfergruppen.
Hier wird dann reglementiert, wer mit wem kämpfen darf.
Auf der Grundlage des Leistungsstandes und des Gewichts etc.

Von der verwendeten Bekleidung oder entsprechender Schutzausrüstung, will ich jetzt erst gar nicht anfangen.

Aber der wichtigste und wirklich gravierenste Unterschied ist: beide Kämpfer wissen, worauf sie sich einlassen.

Soweit so Klar!

Jetzt die andere Seite: Frau Mustermann, ist nach einem langen Arbeitstag, auf dem Nachhauseweg. Sie ist müde und abgeschlagen.
Sie läuft durch das Parkhaus. Auf dem Weg zu Ihrem Fahrzeug, kommt plötzlich eine Person, zieht sie hinter ein anderes Fahrzeug und schleudert sie brutal zu Boden.
Sofort legt die Person nach und blockiert sie, mit ihrem kompletten Gewicht am Boden. … den Rest des Szenarios ersparen wir uns jetzt.

Die Unterschiede sollten jedem klar sein. Frau Mustermann wusste nicht, auf was sie sich einlässt, keiner hat nach dem Gewicht des Angreifers gefragt oder dem Angreifer gesagt er darf sie jetzt nicht auf den Boden werfen.
Alle Regeln des Sports ausgehebelt im Bruchteil einer Sekunde.

Was heißt das für uns: Selbstverteidigung bedeutet alle nötigen Mittel zu nutzen einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff, gegen sich selbst oder andere, zu unterbinden.
Unabhängig von Regeln und Normen. Wer immer in reglementierten Umfeldern trainiert, wird sich auch in einer Notsituation, durch seine antrainierten Regeln blockieren lassen oder sich sogar durch Automatismen selbst in Gefahr bringen.

Heißt das per se jetzt, dass Kampfport nicht zur Selbstverteidigung taugt? Nein - ich persönlich, kenne genug Kampfsportler, die auch in der realen Welt super zurecht kommen, falls es mal zu einer Auseinandersetzung kommt.

Aber der Fokus im Kampfsport ist ein ganz anderer.
Es fehlen taktile Elemente, es fehlt die Umsicht, der Umgang mit dem urbanen Umfeld und zu guter Letzt, fehlt es auch häufig am letzten Quentchen Vernunft, einer Situation einfach aus dem Weg zu gehen.

Da man sich als Kampfsportler gerne mal überschätzt und eine Situation falsch bewertet.

Stay Safe
Euer Michel

Seminare

Seminarebesuchen

Hier finden Sie unsere Seminare

View more
Aktuelles

AktuelleInfos

Hier finden Sie die Neuigkeiten

View more
Das sagen unsere Kunden über uns

KundenMeinungen

Das sagen unsere Kunden

View more
The Farm

AboutTheFarm

Informationen zu The Farm

View more
Aktuelles

TrainerKennenlernen

Mehr erfahren

View more
Trainer

MichelsBlog

Unser Selbstverteidigungsblog

View more

Anreise

Hier finden Sie uns

Contact

Kontaktieren Sie uns

Trainingszeiten

Hier finden Sie unsere Trainingszeiten

CKMI Worldwide

CKMI Dachverband

Instagram

Folge uns bei Instagram